30 Minuten Nüchternlauf

Posted on Mai 07, 2008 under Allgemein, Training | No Comment

Der Dienstagslauf wurde wegen *hab keine Lust* auf Mittwoch vormittag verschoben. Also habe ich ihn heute gleich als Nüchternlauf angesetzt.
Mit nüchternem Magen los ist das eine, nach zwanzig Metern von den beiden Hunden des Reiterhofes “angefallen” zu werden das andere. Meine Laune hat das auf einen Tiefstpunkt gebracht. Zum Glück war es im Wald noch kühl und trotzdem wunderbar sonnig. Sowas lässt einen schnell vergessen. Also einen Fuß vor den anderen gesetzt, Musik genossen, Hunde laufen lassen. Die Waden melden sich wieder mal, gegen Ende antwortet dann auch noch das Knie. Na, prächtig! Noch langsamer laufen geht dann doch nicht, wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt. Ich schiebe es einfach auf den überaus schlechten Start heute.
(-) schlechte Laune
(+) Puls bleibt trotzdem < 130

lauf ich davon?

Posted on Okt 30, 2006 under Allgemein, Training | No Comment
Jemand schlaues sagte mal: die Hälfe der Läufer, läuft um etwas zu finden. Die andere Hälfte läuft vor etwas davon.Am Wochenende war Seminar und ich zu faul zwischendurch heim zu fahren um zu laufen. Also verschob ich den 2 Stunden-Lauf auf diesen sonnigen Montag.
Gleich morgens ging es los. Nebligen Atem vor uns herschiebend machten Hund und ich uns auf den Weg in die nächste Kleinstadt.
Auf den Weg nahm ich den obigen Satz mit um darüber nachzudenken.
Wenn daheim die Luft brennt, ziehe ich meine Schuhe an. Noch lieber als sonst. Also laufe ich davon? Kann man den wirklich davonlaufen? Aber auch: wie oder was kann man denn “finden” beim laufen?
Einen Fuß vor den anderen zu setzen hat etwas von Meditation. Nach der ersten Stunde ist der Kopf leer. Was spielt es auch für eine Rolle, ob man wegläuft oder nicht. Ich “horche” wie es meinen Füßen geht, “frage” meine Knie ab, ob die Belastung okay ist, spüre die Oberschenkelmuskulatur. Ich kontrolliere meinen Atem, verinnerliche die Schritte. Die Sonne lacht auf uns herab und es wird langsam wärmer.
Der Hund überträgt seine Lebensfreude auf mich. Wenn ich sehe, wie sie sich genüsslich nach 10km in irgend etwas wälzt, kann ich nicht anders - ich muss lächeln.
Nach weiteren Minuten meldet sich das Schultergelenk kurz. So wie letzten Sonntag auch. Nach einigen Metern ist das wieder vorbei.
Eine Stunde vierzig Minuten.
Ich spüre Durst. Mist, nix zu trinken mitgenommen. Habe geglaubt “bei der Kälte brauchste nix trinken”. Das holt mich jetzt ein. Nun, die letzten Minuten werde ich auch noch schaffen.

Nach 1:58.50 stehe ich wieder vor der Haustür. Was zeigt die Uhr?

1:58.50/156AVG/1144kcal