Posted on Jun 14, 2008 under Allgemein |
Weil Freitag ist, wurde der 30 Minuten Lauf kurzerhand auf abends verlegt. Kühl ist es und so als kleiner Arbeitswochen-Ausklang gemütlich durch den Wald stapfen was feines. Wäre es, wenn da nicht zwei Vierbeiner wären, die sich darauf abgesprochen haben mir in der halben Stunde Blutdruck zu beschaffen! Aber von vorn….
20.00 Uhr raus aus der Haustüre. Diesmal friere ich nicht nur an den Armen. Dank der im Schnelldurchlauf gekauften kurzen Hosen ist´s jetzt auch noch an den Beinen kalt. Also los, damit es warm wird. Die ersten zehn Minuten laufen die Hunde gemütlich vor, erledigen, was Hunde so zu erledigen haben. Nach gut der Hälfte drehe ich um, Zeit für den Rückweg.
Kurz darauf stockt mir der Atem! Der Pimpf legt sich urplötzlich ab, die Große bleibt stehen wie eine Salzsäure, hockt in den Startlöchern und wartet eigentlich nur auf irgend ein falsches Geräusch….keine 20 Meter vor mir und keine 10 Meter von den Hunden weg, steht ein Reh. Steht auf dem Weg und guckt. Läuft nicht weg, nein woher auch! Also laufen und vor mich hin dösen ist erstmal vorbei, ich bekomm Herzrasen. Das fehlt mir jetzt gerade noch!
Ich kommandiere beide Hunde ins “Platz” und laufe auf das Reh zu. Irgendwann tut sich “Bambis Mutter” dann endlich ins Unterholz verdrücken. Ich warte noch einen Moment, bis der Puls wieder auf ein erträgliches Maß runter gegangen ist und geb die Hunde wieder frei.
Der Pimpf sieht das natürlich als Startkommando á la “such das Abendessen”! Einziger Vorteil: so ein kleiner Border Collie lässt sich von böser Frauenstimme durchaus beeindrucken und lässt den Rehbraten halt von dannen ziehen.
Fazit: Laufen mit zwei Hunden, abends im Wald, bei Wildwechsel ist ´ne saublöde Idee. Zukünftig werden die Wochenendrunden geteilt. Ich laufe bei “Wildbegegnungsgefahr” zukünftig nur noch solo.
(+) Lt. Nike sind die 250km voll!
Posted on Apr 23, 2008 under Allgemein, Training |
Nachdem ich den 30 Minuten Lauf von gestern auf heute verschoben habe, sind wir die Runde gleich heute morgen gestartet. Meistens blieben wir heute sogar weit unter 130 Pulsschlägen.
Die letzten beiden Wochen haben wir, wider dem inneren Schweinehund, jedes Training absolviert und das ist auch gut so 
Posted on Apr 17, 2008 under Allgemein, Training |
Heute war der 40 Minuten Lauf dran. Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperatur, keiner unterwegs. Dazu zwei (fast) perfekt hörende “Hasen” - was will ich mehr. Die vierzig Minuten waren um, was solls wir laufen noch ein Stück. Also im Tempo etwas zugelegt und die fünfzig Minuten voll gemacht.
Laufen bei schönem Wetter macht eindeutig am Meisten Spaß.
Posted on Mrz 11, 2007 under Allgemein, Wettkämpfe |
11.3.2007 von simsa.
Heute war der große Tag!
Aber von vorne: wie wohl viele Läufer, die vor so einer Herausforderung stehen, habe ich den gestrigen Tag mit einem phantastischen Spaghetti Frutti di Mare Gericht abgeschlossen.
Heute morgen gibts nochmal Müsli mit Banane. Ich ziehe die Laufschuhe an, der Hund hüpft vor Freude! Leider muss sie da bleiben und versteht die Welt nicht mehr.
In Kandel ist die Hölle los, die ganze Stadt verstopft von Autos. Wir finden unweit des Startes einen Parkplatz und streben Richtung Turnhalle. Chip abholen, umziehen und vorbereiten. Riesenschlangen an der Toilette verleiten es mir, diesem Bedürfnis nochmal nachzukommen. Irgendwo auf der Strecke wird sich ein Busch finden

Ich stelle mich in den Block 2:30 und länger, ganz hinten. Jetzt bereue ich es, Erin nicht mitgenommen zu haben. Etliche Läufer stehen hier mit ihren Hunden an der Leine. Nur meiner musste daheim bleiben. Nächstes Jahr wird alles anders!

Der Startschuß fällt und ich stehe und warte. Endlich, zwei Minuten später kann sich auch unser “Schneckenblock” in Bewegung setzen. Die ersten zwei Kilometer bin ich letzte oder vorletzte Läuferin. Der Puls pendelt sich ein, ich werde warm.
Ab Kilometer drei überhole ich die ersten Leute, die wohl zu schnell losgelaufen sind. Einige bereits hochrot und übel keuchend.
Mein Puls hat sich bei knapp unter 150 eingependelt. Ich laufe mit einer Marathonläuferin durch Minfeld und wir erzählen ein wenig über Zuschauer, schöne Strecken und Marathonläufe.
Kilometer acht - jetzt meldet sich die Blase. Zum Glück ist hier Wald. Ich verschwinde hinter einer Senke. Wieder auf der Strecke, hole ich meine “Zielperson” wieder ein. Kurzfristig steigt der Puls auf 160. Ich merke, das macht nicht viel und bleibe in dieser Geschwindigkeit. Puls zwischen 158 und 160. Jetzt leistet der iPod gute Dienste, die Strecke ist eintönig. Ich habe keine Lust zu erzählen. Beoncé und Billy Idol begleiten mich jetzt.
Mir kommen bereits die ersten Läufer entgegen! Kurzer Blick nach hinten - der Schlußwagen ist nicht zu sehen.

Nach dem Wendepunkt für Halbmarathonläufer schließe ich mich einem neuen “Zugläufer” an. Puls ist bei dieser Geschwindigkeit konstant bei 160, pendelt ab und zu auf 165. Kein Problem, laufen macht Spaß!
Das Schild “Halbmarathon 18km” ist zu sehen. Ich ziehe nochmal ein bisschen an. Eigentlich wollte ich ja unter 2:15 bleiben. Jetzt rächt sich die Lauffaulheit. Macht nix, die letzten Kilometer durchhalten und zeitlich rausholen was halt geht ist jetzt die Devise.
Mit 170er Puls laufe ich die letzten Meter bis zum Stadion. Meine Begleitung läuft noch 500m mit und macht Mut für den Stadioneinlauf.
Im Stadion kann ich nochmals zwei Läufer überholen. Die Pulsuhr piepst ganz bösartig an meinem Handgelenk. Der Stadionsprecher ruft meinen Namen und gratuliert! 2:20:51 zeigt der Zeitmesser - ich habs geschafft!
Hier die Ergebnisauflistung:
Position 1239, Startnr. 1109, Altersklassenplatz 41, Total 287, Bruttozeit 2:20:51, Nettozeit: 2:18:21, Min/km 6,33
Die reichlich zwei Minuten Differenz sind vom Startschuß bis zu dem Zeitpunkt als ich mit meinem Zeitchip die Startlinie überlaufen habe.
Das Frutti di Mare Rezept gibts bei Chefkoch.de


