Laufen gegen die Müdigkeit

Posted on Jul 07, 2008 under Allgemein, Training | 1 Kommentar

Heute morgen gegen zehn, finden zwei Hunde, das nun Zeit zum Aufstehen ist. Ich gebe ihnen Recht, obwohl ich mit nur drei Stunden Schlaf nicht wirklich fit bin. Normalerweise sind solche Sonntage dann “gelaufen”. Ich bin halt kein Twen mehr, der morgens heimkommt und ohne Schlaf den Sonntag geniesen kann. :)
Also stehen wir kurz nach zehn vor der Haustür. Siebzig Minuten sind diesmal angesagt. Mal sehen, ob laufen auch gegen Müdigkeit hilft. Ich laufe direkt von der Haustüre aus los, immer gerade aus, nach 35 Minuten werde ich einfach wieder umdrehen. Für großartige Rundenplanung fehlt mir dann doch etwas der Enthusiasmus.
Eigentlich ist es schon fast zu spät. Von der Kühle der Nacht ist nichts mehr übrig. Der Himmel ist wolkenverhangen und es ist mächtig schwül. Nach wenigen Minuten bin ich nassgeschwitzt und der Puls jagt in die Höhe.
Also ist der Lauf heute besonders langsam. Ich muß immer wieder Gehpausen einlegen, um den Puls halbwegs im Rahmen zu halten. Die Schwüle ist eine Qual. Zum Glück gehen auch die längsten siebzig Minuten irgendwann rum. Ich stehe pünktlich wieder vor der Haustüre. Heute habe ich keine Lust, auch nur eine Minute länger zu laufen. So sehr habe ich mich noch nie auf Croissant und Kaffee gefreut. Die Müdigkeit ist auch aus den Knochen. Hatte es doch etwas gutes, dieser gequälte Sonntagslauf. :)

morgendlich, ruhige 30 Minuten

Posted on Mai 27, 2008 under Allgemein, Training | 1 Kommentar

Die heutigen 30 Minuten habe ich gleich als “Vor-Büro-Runde” angelegt. Nüchtern und morgenmuffelig bin ich losgelaufen. Die Minirunde kann ich ohne Straßenüberquerungen und - nach Wunsch - auch ohne jeglichen menschlichen Kontakt im anliegenden Waldstück laufen. Das, freudig freilaufende Hunde vorne raus, herrlich duftender grüner Wald um mich rum lassen die Stimmung schnell besser werden. Der iPod singsangt auch die ganze Zeit passend ruhige “Lauflieder”. Der Puls bleibt ruhig und fast die ganze Zeit unter der 130er Grenze.

(+) Waldläufe sind jetzt die schönsten

rauf und runter in den Weinbergen

Posted on Mai 18, 2008 under Allgemein, Training | No Comment

Eigentlich, so fand das “kleine Teufelchen auf meiner Schulter” habe ich heute ab fünf Uhr morgens schon “Alternativsport” gehabt.
Aber einmal wach und irgendwie am rotieren ging die 50 Minuten Runde auch noch. Also die Hunde geschnappt und ab in den Nachbarort. Dorthin wo die Weinberge beginnen.
Meine Runde beginnt gleich bergauf, der Puls ist genauso schnell ob. Abwärts laufen ist immer irgendwie schöner. Nächster Berg, Querweg. Soll ich den schon einschlagen oder nochmal den Berg runter? Das Teufelchen ist immer noch da und mault: “jetzt Berg runter ist später Berg rauf, gell!”. Trotzdem, einmal noch! Unten angekommen, nehme ich den nächsten Querweg. Ganz hinten in den Pfälzer Bergen sammelt sich ein Gewitter. Es wird immer schwüler. Mir babbt die Jacke am Rücken. Super, wieder mal falsch angezogen!
Ich laufe jetzt wieder mal einfach nach Gefühl, aber einem Puls von > 150 laufe ich aber, da mein Finger beginnt pulsierend zu schmerzen. Hammer auf auf den Finger ist halt nicht jederfraus Sache.
Es zieht immer mehr zu und ich bin irgendwie ganz schön weit weg vom Auto. Wenn es jetzt anfängt zu regnen, stehe ich mitten in den Weinbergen! Ich schlage den Rückweg ein. Die nette Nike+ Stimme verkündet, das ich mein Trainingsziel erreicht habe. Ich laufe die letzten paar Meter bis zum Auto dann trotzdem und sogar ziemlich schnell, aber irgendwie hats gepasst. Gut im Takt mit der Atmung, im Gleichschritt mit den Hunden - die wollen wohl auch nicht nass werden :D

WFW - WeiberFootWeek

Posted on Mai 17, 2008 under Allgemein, Training | 1 Kommentar

Strohwitwe sein hat nicht nur den Vorteil, alleinige Herrscherin über die Fernbedienung zu sein, um z.B. ohne Kommentare “Desperate Housewives” (”kommt nix g´scheites?”) gucken zu können.
Nein, endlich ist Zeit um mal zu experimentieren, mit welchen Lebensmitteln lässt es sich laufen und bei welchen ist es angebracht auf der Couch zu bleiben. In dieser Woche werde ich mich also häufiger über meine Nahrung im Zusammenhang mit dem Trainingsplan auslassen.
Denn in dieser Woche kann ich solche exotischen Dinge wie selbstgemachten Kefir (”ist das schlecht?”) trinken und niemand ist da, der durch sein Essverhalten (”ich hab aber jetzt Hunger. Ich mach die Bratwurst jetzt auf´n Grill. In 50 Min. bin ich verhungert..”) meine Trainingspläne torpetiert. Wer schon mal mit einer hüpfenden Grillwurst im Magen versucht hat zu laufen, weiß von was ich schreibe!

Die erste Zwischenmahlzeit, mit der es sich prächtig laufen lässt ist selbstgemachter Milchkefir.
So wie heute die 40 Minuten zum Beispiel. Ganz nach Gefühl diesmal, ganz ohne auf die Pulsuhr zu gucken. Highlight meiner Runde: “fliegender Dackel”.
Das “frei Schnauze” laufen hat sich auch auf den Puls ausgewirkt. Ich war mal “flott” unterwegs: AVG 137/MAX 152

(+) schöne Runde, durch Wald und Feld - dazu noch schnell, nach 41:32 stehe ich wieder vor´m Haus
(-) “fliegender Dackel” ist ein Dackel der an der Flexileine so ruckartig zurückgezogen wird, das er keine Bodenhaftung mehr hat. Alles nur weil man Hundekontakt vermeiden will :(

nüchtern betrachtet

Posted on Mai 15, 2008 under Allgemein, Training | 2 Kommentare

Heute morgen, wieder 40 Minuten. Außer einem Glas Orangensaft habe ich vorher wieder mal nichts gegessen und deswegen läuft es auch wieder besonders gut.
Die Hunde wissen mittlerweile sehr genau was gleich läuft und stehen jedesmal erwartungsvoll an der Haustür, sobald ich die Laufhosen auch nur intensiver begutachte :)
Beide haben mittlerweile einen ruhigen, lockeren Trap im Abstand von 10 - 20m vor mir. Das Anleinen an der Straße klappt ohne große Diskussionen, nur am ziehen müssen wir arbeiten. Das erhöht jedesmal meinen Puls und die Schrittfrequenz.
Heute habe ich eine andere Runde rausgesucht, immer um den Golfplatz ist auf die Dauer mehr als langweilig. Ich laufe also direkt anders herum. Der Hinweg geht wieder durch den Wald aber den Rückweg nehme ich über einen betonierten Feldweg, der die Dämpfungseigenschaften meiner Schuhe abfragt.
Vorbei gehts an Raps, Kartoffeln und Getreide. Die riesengroßen Bewässerungsfontainen auf den Äckern üben einen besonderen Reiz auf die Kleine aus, aber sie traut sich dann doch nicht, das übliche Spiel “ich fang den Wasserstrahl” zu beginnen. :)
Zwischenzeitlich ein kleines Ziehen in der linken Wade. Dennoch, nichts was mit behindert oder über das ich mir groß Gedanken mache. Evtl. sollte ich in Erwägung ziehen, nach oder vor dem Lauf Dehnübungen zu machen?
Auf den letzten 300m muß diesmal die Große an die Leine. Irgendwo gibt es eine Fehlzündung oder vielleicht ist auch schon der Weinbergschütze unterwegs. Da mit einsetzendem Schuß der Verstand von Erin aussetzt und sie rücksichtslos den Weg nach Hause einschlagen würde, kommt sie an die Leine und zieht dann ebenfalls mehr als mir lieb ist.
Das wirkt sich auch auf die Pulsdaten aus: AVG 134, MAX 152

(+) Diese Läufe sind einfach die schönsten
(-) schon wieder nix ;)

nicht zur Strafe, nur zur Übung

Posted on Mai 09, 2008 under Allgemein, Training | No Comment

Wenn wir schon vormittags laufen, dann gleich nochmal als Nüchternlauf. Die Idee war nicht schlecht, denn heute war einer der Läufe, bei dem man denkt: “es hat sich gelohnt, die Schuhe anzuziehen”. :)

Angenehme Kühle, herrliche Sonne, keine Wadenschmerzen, kein Knie was meckert. Vielleicht liegt es auch daran, das mir der iPod heute gleich zu Anfang Rammstein in die Ohren hämmert.
Einfach nur ruhiges Laufen und der Puls bleibt schön ruhig. Auch Erins Sprint hinter einem Fasan her, kann meine Laune nicht trüben.

(+) einer dieser Superläufe!
(-) warum hört von zwei Hunden eigentlich immer nur einer? ;)